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Porträts von Internetaktivisten in 140 Sekunden
(10.06.2011)
Twitter-Nachrichten sind maximal 140 Zeichen lang. Erscheint auf den ersten Blick vielleicht wenig, reicht aber völlig, wie die eindrucksvolle Zahl von Tweets beweist, die jeden Tag verschickt wird. Jetzt spielt ein neues Projekt mit dieser Zahl: Warum nicht Netzaktivisten, Blogger, Twitterer und andere interessante Netzpersönlichkeiten in 140 Sekunden vorstellen - in packenden Videoporträts.
Die Kurzporträts von Bloggern, Twitterern und Netzaktivisten unter www.timklimes.de/140sekunden sind genau 140 Sekunden lang. Da wird zum Beispiel josh_k_phisher vorgestellt, ein engagierter Internetuser, der eine Pro-Demo für den Politiker zu Guttenberg in Berlin organisiert hat. Dutzende von Demonstranten haben sich vor dem Brandenburger Tor eingefunden, um für zu Guttenberg zu demonstrieren. Dass es sich dabei um Satire handelte, haben viele nicht erkannt, auch einige Journalisten nicht. Ein wunderbares Beispiel dafür, welche Dynamik das Internet heute entfalten kann.
Die professionell gemachte Filmreihe stellt auch anderer Twitterer und Netzaktivisten vor, etwa die Menschen hinter dem Twitter-Kanal @tagesschau, aber auch der Berliner Landeschef der Piratenpartei wird vorgestellt, der erklärt, wie er mit Beschimpfungen im Web umgeht. Oder den Twitterer @Deef. Vor gut einem Jahr löst der Münchner Blogger Deef Pirmasens eine Eruption im bundesdeutschen Feuilleton aus. Er behauptet, das literarische Wunderkind Helene Hegemann habe abgeschrieben - aus dem Internet. Es folgt, was Deef selbst eine "klassische, tragische Geschichte" nennt.
In 140 Sekunden erfährt man alles, was man darüber wissen muss. Wirklich sehenswert - und angenehm langsam, das alles.
[Ein Beitrag von Jörg Schieb]
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