Mittwoch, 08. Februar 2012

Wissen, wie's geht

Die Onlinespielwelt jenseits der Casual Games: Browsergames (Browserspiele)

Screenshot des Spiels "Die Stämme"

"Browsergame" oder "Browserspiel" ist ein festgesetzter Terminus für ein Onlinespiel, das allein über den normalen Browser, wie dem Internet Explorer oder Firefox, gespielt werden kann. Es läuft ohne zusätzliche Softwareinstallation. Ein Browserspiel kann folglich auf jedem internetfähigen Rechner gespielt werden, sei es Zuhause, im Internetcafé oder am PC von Freunden. Das Spielen ist von überall möglich, in der Mittagspause auf der Arbeit, in der Schule oder im Urlaub.

Von diesem technischen Standpunkt aus, sind also auch die oben genannten "Casual Games" Browserspiele. In der Spielerszene wird der Begriff Browsergame jedoch eher für komplexere Spiele benutzt, die eine Anmeldung erfordern. Das heißt, der Spieler meldet sich mit einer Registrierung an, um sein Spiel beim nächsten Besuch fortsetzen zu können.

Unter den Browserspielen gibt es ähnlich wie bei Offline-Computerspielen eine große Genre- und Themenvielfalt: Rollenspiel-, Fantasy-, Action-, Wirtschafts-, Sport- und vor allem Strategiespiele, die Königsdisziplin der Browsergames.

Die strategischen Entscheidungen beinhalten meist gleiche Grundmuster: Aufbauen (Besiedeln, Forschen, Ausbau einer Infrastruktur), Handeln, Erobern und Verteidigen. Der Spieler schlüpft in eine Rolle, in der er gegen andere antritt oder sich verbündet und Abenteuer erlebt. Dabei kann eine große Anzahl von Spielern gleichzeitig am Spiel teilnehmen.

Spielerzahlen belegen, wie beliebt die kostenlosen Browserspiele sind. Beim Browserspiel "Die Stämme" z.B. tummeln sich rund 575.000 Spieler in 30 Spielwelten. Die Spiele laufen daher auf mehreren Servern. Unverzichtbar ist die organisatorische Aufteilung in einzelne Welten, um das Spielgeschehen organisieren zu können. Viele der Spiele werden parallel in anderen Sprachen und Ländern gespielt.

In Sachen Grafik können Browsergames nicht immer mit PC- und Konsolespielen konkurrieren. In strategischen Browsergames werden manche Aktionen dann nicht bildlich dargestellt, sondern über die Abbildung von Timern und Rechnern simuliert. Neuere Browsergames, die auf moderne Webtechnologien (z.B. AJAX und Shockwave 3D) zurückgreifen, können aber zunehmend auch 3-D-Grafik oder Animationen einsetzen, so dass sich die Browsergames vermehrt auch Genres wie "Action" erobern und immer beliebter werden.

Browserspiele mit großer Spielergemeinde verfügen meist über eigene Foren, Chats oder Wikis, in denen die Spieler sich austauschen können.

Einige typische Browsergame-Beispiele:

Weitere Verzeichnisse:

Wie finanzieren sich Browsergames?

Kostenlose Browserspiele finanzieren sich über Werbung. Zudem bieten etliche Anbieter gegen Geld einen Premium-Zugang. Wer einige Euro im Monat (ca. 4-10 €, je nach Spiel) investiert, erhält eine komfortablere Menüführung, eine bessere Ausstattung, Grafikboni oder Werbefreiheit.

Manche Games erlauben die kostenlose Teilnahme nur über einen gewissen Zeitraum ("14 Tage zur Probe spielen") oder bis zu einem bestimmten Level.

Problematisch wird es, wenn Kinder ein Spiel beginnen ohne zu wissen, dass nicht alles kostenlos ist. Auch haben die zahlenden Spieler mitunter echte Spielvorteile! Eltern sollten daher genau prüfen, welches Browserspiel für ihr Kind geeignet ist.

weiter

zurück

Zum türkischen Bereich
Logo zum Safer Internet Day 2012; Rechte: klicksafe.de

Gemeinsam spielen - gemeinsam lernen!
Zum Safer Internet Day am 7. Februar 2012: Mit dem Internet-ABC das Internet generationsübergreifend erkunden!

weiter

 

Service & Presse

 

RSS

 

Mitglieder

 

Über uns / About us

 

E-Mail an die Redaktion

E-Mail an die Redaktion

 


Newsletter abonnieren


Schirmherrschaft: www.unesco.de
 
www.klicksafe.dewww.seitenstark.de

Themen

Online-Communitys  Computerspiele  Jugendschutz  Mobbing  Lernsoftware  Schule  Spieletipps