Mittwoch, 08. Februar 2012

Newsletter Nr. 20

Was ist Mobbing? Was ist Cybermobbing?

Mobbing gibt es unter Kindern wie unter Erwachsenen, unter Jungen wie Mädchen, in allen sozialen Schichten. Von Mobbing spricht man, wenn  jemand wiederholt und über längere Zeit herabgesetzt und ausgegrenzt wird - und zwar immer von derselben Person bzw. derselben Gruppe/Clique. Dies geschieht oftmals bewusst und unter Billigung der Folgen für das Opfer. Dabei wird die Kluft zwischen Täter und Opfer nach jedem Übergriff größer: Der Mobber fühlt sich immer  mächtiger, das Opfer fühlt sich immer mehr erniedrigt.

Mobbing ist kein einfacher Streit  zwischen Kindern oder Jugendlichen. Ein Streitfall ist - auch wenn er heftig und sogar körperlich ausgetragen wird - eine normale Sache in der kindlichen Entwicklung. Beim Mobbing dagegen nutzen Einzelne ihre Überlegenheit aus, um andere gezielt zu terrorisieren, unter Druck zu setzen, zu demütigen. Mobbing ist eine bewusste Machtdemonstration des oder der vermeintlich Stärkeren, bei der das Opfer von Anfang an kaum eine Chance hat. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite "Mobbing - Schluss damit!"


Mobbing tritt in verschiedenen Formen auf. Kinder werden psychisch fertiggemacht: Man beachtete sie nicht, spricht nicht mit ihnen, grenzt sie von gemeinsamen Aktivitäten aus. Oder das Mobbing erfolgt verbal: Schimpfwörter und Beleidigungen werden ausgesprochen, die Opfer lächerlich gemacht oder bedroht. In der Schule wird auch häufig physisch gemobbt: schlagen, Bein stellen, festhalten, einsperren, unter Wasser tauchen sind nur einige der Methoden der Mobber. Bücher, Hefte und Schultaschen werden beschmutzt, beschädigt oder kaputt gemacht.

Cybermobbing

In der heutigen Zeit ist eine neue Form des Mobbens dazugekommen: Cybermobbing. Davon spricht man, wenn mithilfe elektronischer Medien gemobbt wird, also über das Internet oder das Handy. Im englischsprachigen Raum ist der Begriff Cyberbullying üblich, der dasselbe meint. Opfer kann jede/r werden, die/der einen internetfähigen Computer und ein Handy hat. Beispiele gibt es viele:

  • Da trudelt eine SMS nach der anderen ein mit Beleidigungen oder Beschimpfungen.
  • Das Handy klingelt ständig, aber niemand ist dran.
  • In Chats wird gepöbelt oder es werden Geheimnisse ausgeplaudert. Oder Gerüchte gestreut: "Kevin steht auf Hitler", "Sandra schläft mit jedem" - Ruf schädigende Behauptungen, die über das Internet in kürzester Zeit riesige Verbreitung finden.
  • Gefälschte (Nackt)Fotos werden ins Netz gestellt, peinliche Situationen dokumentiert.
  • Bei SchülerVZ oder  anderen  Netzwerken wird eine "Hassgruppe" gegründet, in der über das Opfer hergezogen wird.
  • Mobber schreiben unter dem Namen des Opfers bösartige Kommentare und beleidigen andere.
  • Oder sie gaukeln dem Opfer eine falsche Identität vor, bauen eine Beziehung auf, die sie dann brutal zerstören und bei der sie das Opfer bloßstellen.
  • Besonders spektakulär, aber glücklicherweise selten kommt es zu "Happy Slapping": Eine Gruppe schlägt jemanden und lässt ihn hilflos liegen. Dieses Ereignis filmt ein Beteiligter mit dem Handy und stellt die Bilder ins Internet.

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