Newsletter Nr. 14
Spielerkarrieren

Jungen und Mädchen ab dem Alter von fünf Jahren finden in den Computerspielen ansprechende Welten. Typische Spielerkarrieren laufen zurzeit beispielsweise wie folgt ab:
Den Einstieg in die elektronische Spielewelt stellen immer noch kleine Spiele dar, welche die aus Büchern oder Fernsehen bekannten kindgerechten Figuren aufnehmen und interaktiv aufbereiten. Bestes Beispiel aus dem Jahre 2007:
Erste Fahrversuche in einem einfaches Autorennspiel machen Jungen und Mädchen ebenso Spaß wie erste Hüpf- und Laufabenteuer (im Fachjargon Jump'n'Run). Die berühmteste Figur dieses Jump'n'Run-Genres ist Supermario, der die Prinzessin oder die Welt rettet.
Erste Wettbewerbsszenarien stellen sich beim Pokemon-Spiel ein. Hier gilt es zu jagen, zu sammeln und gegen andere Pokemontrainer anzutreten. Jungen ab sechs Jahren gehen auf Pokemonjagd, die von der TV-Serie, den Spielkarten und dem Zeitschriftenmarkt begleitet wird. Spielt Ihr Sohn in einem Fußballverein oder bolzt er nachmittags viel draußen rum, nehmen ihn Fußballsimulationen bei Regenwetter oder am frühen Abend mit in die virtuelle Bundesliga oder lassen ihn, jedenfalls virtuell, neben Weltstars spielen.

Mädchen wenden sich meist lieber der Pflege virtueller Tiere zu. Dabei reicht die Bandbreite vom virtuellen Schoßhund über das eigene Reitpferd bis hin zur Führung einer Tierarztpraxis. Hier tauchen Eltern ab und an als Spielpartner auf, mit wachsender Vielschichtigkeit der Spiele leider nicht mehr so oft.
Spätestens ab dem Alter von 12 Jahren wenden sich Mädchen und Jungen komplexeren Spielen zu. Sie wechseln oftmals aufgrund der ebenso an Komplexität gewachsenen Steuerung von der Konsole auf den PC. Während Sohn und Tochter dann noch gemeinsam Gefallen an der Familiensimulation "Sims" finden und mit den "Siedlern" Dörfer aufbauen, interessieren die virtuellen Schlachtfelder der Echtzeitstrategiespiele oft nur den Sohn. Während er dann weiterhin die virtuelle Welt rettet, singt sich die Tochter gemeinsam mit ihren Freundinnen durch das Karaoke-Spiel "SingStar" zum Superstar. Ebenfalls virtuell.
In der Folgezeit werden Kommunikation und Interaktion immer wichtiger: Chats, Communitys und Online-Rollenspiele.
Nicht alle Spiele werden Ihnen als Eltern Freude bereiten. Bedenken Sie jedoch: Je älter die Kinder und Jugendlichen werden, desto weniger machen Verbote Sinn. Suchen Sie daher regelmäßig das Gespräch auch über solche Themen. Im Vordergrund sollte dabei nicht immer nur das Negative stehen. Seien Sie offen für die Interessen Ihres Kindes und spielen Sie einfach mal mit!
Weiterlesen im Internet-ABC:
- Internet-ABC: Jugendschutz und Spiele
U.a. über die positiven und negativen Seiten der Bildschirmspiele
Doch bevor Sie Ihre Kinder auf ihrer Spielerkarriere begleiten oder den Familienspielnachmittag virtueller Art planen, steht der Hardwarekauf an.










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