Dienstag, 22. Mai 2012

Spiel des Monats (April 2007)

B-Boy

Screenshot des Spiels: B-Boy
 
Spiel des Monats: 04.2007
 
Titel:
B-Boy
Erscheinungsjahr:
2007
Genre:
Musikspiel Geschicklichkeitsspiel 
 
System:
PlayStation 2 Sony PSP 
Preis in Euro:
60,00
Verlag:
Sony
ISBN:
 
Alter:
8
USK Wertung:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung
 
Breakdance, dieser akrobatische Tanzstil, hat viele Fans. Was in Wirklichkeit ein hartes Stück Arbeit und enorme Trainingsleistung bedeutet, ist auf der Playstation 2 und der Playstation Portable ein vergleichsweise kräftesparendes Unterfangen.

 
Spielspaß:
sehr gut
Bedienung:
gut
Technische Qualität:
sehr gut
Gesamtbewertung:
sehr gut


Beschreibung

Screenshot des Spiels: B-Boy

Breakdance, dieser akrobatische Tanzstil, hat viele Fans. Was in Wirklichkeit ein hartes Stück Arbeit und enorme Trainingsleistung bedeutet, ist auf der Playstation 2 und der Playstation Portable ein vergleichsweise kräftesparendes Unterfangen. Da werden statt des gesamten Körpers nämlich nur noch die Daumen bewegt. Schwindelig kann einem dennoch werden, auch im Spiel dominieren Schnelligkeit und originelle Einfälle. Die Grafik ist so realitätsnah, dass der Spieler auch mal vergisst, dass er gar nicht live dabei ist. Damit ist B-Boy ein rasantes und musikalisches Sportspiel. Das Spiel gibt es auch für die PS2.

Choreografie aufbauen

Screenshot des Spiels: B-Boy

Wo Rap und Hip-Hop aus den Lautsprecherboxen wummern, da findet man auch DJs und Breakdancer. Wer noch nicht zur Subkultur der B-Boys gehört und deren Fachausdrücke und Slang nicht kennt, benötigt eine Einweisung. Ein Tutorial führt in die Geheimnisse des Breakdance ein, erklärt Schritt für Schritt die einzelnen Techniken, lässt den Spieler bereits einige Handgriffe üben. Die Lektionen sind fachkundig aufgebaut, beginnen mit den grundlegenden Schritten und führen zu den ausgefuchsten Tricks. Die Schwierigkeitsstufe des Tänzers steigert sich, die Bedienung per Knopfdruck bleibt dabei immer gleich einfach. Man muss nur wissen, welche Taste welche Aktion auslöst. Und welche Elemente des Breakdance gut aufeinander passen, wie sie zur Musik harmonieren, das ist die hohe Kunst des Spielers. Nur wer mit musikalischem Gefühl, choreografischem Gespür und originellen Einfällen bei der Sache ist, kann sich bei Wettbewerben behaupten und kommt im Spiel auf eine hohe Stufe.

Top Rock, Six Step, Windmill

Screenshot des Spiels: B-Boy

Für Insider: Das Spiel beginnt mit den Basic Moves Top Rock und Six Step, führt dann zu Windmill, bei dem der Spieler den Rhythmus der Musik aufgreifen und mit den Links-Rechts-Tasten der Playstation aufnehmen muss - ist er im Takt, dreht sich der B-Boy wesentlich länger auf seinen Schultern auf dem Boden. Der Freeze hingegen erfordert Geschicklichkeit, denn damit die Technik möglichst lange funktioniert, muss der Gleichgewichtsbalken durch gefühlvollen Knopfdruck in der Mitte gehalten werden - eine knifflige Aufgabe. So lernt der B-Boy-Spieler immer mehr Schritte und Techniken, die er später zur Musik kombiniert, bevor er sich dem Wettkampf mit anderen Tänzern stellt.

Die Größen des R&B, Soul und Hip-Hop

Screenshot des Spiels: B-Boy

Apropos Musik: Der Soundtrack zum Spiel ist hochkarätig, da kommt Laune auf. Hip-Hop-Größen und Soul-Legenden sorgen für einen durchgängigen Groove. Da sind etwa Eric B and Rakim oder die Freestyle Fellowship, die Blackeyed Peas oder Tha Alkaholics mit am Start.

Der Godfather des Soul James Brown ruft mit heißem Atem "Say it out loud I'm black and I'm proud" und präsentiert weitere Klassiker. Seine musikalischen Mitstreiterinnen und Mitstreiter wie Lyn Collins oder Bobby Byrd von den JB Allstars dröhnen aus der Spielekonsole. Ferner sind Nina Simone oder die Meters mit von der Partie, ihres Zeichens Meister des New Orleans R&B, für groovenden Funk sorgen auch Kool and the Gang, die Bar-Kays, Roy Ayers Ubiquity und weitere Berühmtheiten, selbst die Jackson 5 kommen noch einmal zu Ehren.

Mit einem sicheren Händchen wurden die Musiktitel ausgesucht, was für die Langlebigkeit eines Spiels wie B-Boy auch absolut notwendig ist. 40 Titel sind es, die fürs Mixen und Scratchen hergenommen werden können.

Dancemoves und Streetbattles

Screenshot des Spiels: B-Boy

Für fachkundige Beratung während der Entwicklung des Spiels haben Crazy Legs und DJ Hooch gesorgt. Crazy Legs trug mit seinem ungeheuren Talent zur Popularität des Breakdance bei; 1979 erschien er in der Öffentlichkeit und war gleich ein Meister seines Fachs. In Zusammenarbeit mit FreestyleGames entstand jetzt eine realitätsnahe Vorstellung aus dem Repertoire des Breakdance. Bis zu 800 Moves kann der Spieler erlernen und einsetzen, was natürlich viele Übungsstunden und Wettkämpfe voraussetzt, bevor das reichhaltige Repertoire an Elementen ausgeschöpft werden kann.

Mehr als 20 Schauplätze

Screenshot des Spiels: B-Boy

Für die Wettkämpfe, die "Battles", wurden 21 Schauplätze aus der Welt der B-Boys nachgebildet und realistisch in Szene gesetzt. Unter den Breakdancern herrschen bekanntlich harte Regeln: Wer in einer Crew tanzt, muss jederzeit damit rechnen, von einem besseren Tänzer ersetzt zu werden.

So kann sich der B-Boy in virtuellen Wettbewerben gegen 12 Gegner an die Spitze tanzen. Die PSP kann auch mit anderen Spielern zu einem Netzwerk-Battle verbunden werden, dann treten zwei Spieler gegeneinander an, oder es spielen 2 gegen 2 B-Boys.

Fazit

Die Bewegungen der Tänzer erscheinen flüssig und natürlich. Dafür hat auch Crazy Legs gesorgt, der mit seiner Expertise und seinem Gefühl für Rhythmus keine Kompromisse einging. Mit Fingerfertigkeit, Musikalität und Einfallsreichtum steuert der Spieler seinen B-Boy, aus Amateuren werden Breakdance-Profis. Ein Sportspiel, das Einfallsreichtum und Geschicklichkeit erfordert und anschließend viel Spaß und Spannung verspricht.

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