Dienstag, 22. Mai 2012

Spiel des Monats (Mai 2007)

Children of Mana

Screenshot des Spiels: Children of Mana
 
Spiel des Monats: 05.2007
 
Titel:
Children of Mana
Erscheinungsjahr:
2007
Genre:
Rollenspiel  
 
System:
Nintendo DS 
Preis in Euro:
35,00
Verlag:
Nintendo
ISBN:
 
Alter:
8
USK Wertung:
Freigegeben ab 6 Jahren
 
In fantasievollen Kostümen streifen die Helden durch das Gelände des Rollenspieles, sammeln Gegenstände oder setzen über ein Menü ihre unterschiedlichen Fähigkeiten ein. Children of Mana bietet aber auch viel Action mit zahlreichen Gegnern.

 
Spielspaß:
sehr gut
Bedienung:
sehr gut
Technische Qualität:
sehr gut
Gesamtbewertung:
sehr gut


Beschreibung

Screenshot des Spiels: Children of Mana

Rollenspiel-Spaß auf dem DS: Die Kinder von Mana treten nun auch auf dem Nintendo DS in die großen Fußstapfen, die ihre Vorgänger der RPG-Fantasy-Reihe seit 1991 hinterlassen haben. Der Original-Titel der Serie lautet Seiken Denetsu und wurde von der japanischen Hersteller-Firma Square Enix entwickelt, die vor allem für die Reihe Final Fantasy verantwortlich zeichnet. Es ist also kein Wunder, wenn Spieler an das neue Spiel mit großen Erwartungen herangehen. In fantasievollen Kostümen streifen die Helden durch das Gelände des Rollenspieles, sammeln Gegenstände oder setzen über ein Menü ihre unterschiedlichen Fähigkeiten ein. Children of Mana bietet aber auch viel Action mit zahlreichen Gegnern. Damit lässt sich in der Straßenbahn prima jede Haltestelle verpassen.

Märchenhafte Welt

Screenshot des Spiels: Children of Mana

Die Bewohner des Manadorfes hüten den uralten, magischen und mächtigen Manabaum auf der Insel Illusia. Doch dann bebt die Erde und ein geheimnisvolles Licht hüllt den Manaturm ein. Die Finsternis ist zurückgekehrt und nur mit dem heiligen Schwert kann sie wieder vertrieben werden. Um es zu finden, starten Spieler vom Dorf aus zum Manaturm, zum Sternensee oder in die Feuerwüste. Dort treffen sie auf zahlreiche Gegner, zerschlagen Eisklötze. Die Manaquellen verbergen oder bezwingen den wütenden Lichtsturm mit dem Schleudern von Lichtkugeln. Kehren sie zurück, unterhalten sie sich mit Dorfbewohnern, die ihnen Suchaufträge geben, oder erledigen Missionen für die Mausbär GmbH, die sie zur Belohnung mit dem nötigen Kleingeld für den Einkauf im Dorfladen versorgt.

Juwelen sind die besten Freunde

Screenshot des Spiels: Children of Mana

Vier Charaktere stehen zur Auswahl und Spieler ab acht Jahren starten als draufgängerischer und mutiger Ferrik oder als akrobatisch wendige Tamber. Bei den beiden ist das Verhältnis von Magie zu Kampfkraft recht ausgewogen. Wer sich hauptsächlich auf Zauberei verlassen will, wählt hingegen lieber den kleinen Pop. Wer starke Typen mag, entscheidet sich für den Kampfkater Wanderer.

Den Helden steht je einer der insgesamt acht Schutzgeister zur Seite, die das Quartett mit Fähigkeiten wie heilendem Licht, einer Tarnkappe oder Eisschlägen unterstützen. Das Zentrum des Spieles bildet das Manadorf. Hier gibt es unter anderem Blockschokolade als Heilmittel, einen Lamellenpanzer zur besseren Ausrüstung und Schwerter. Juwelen haben für das Spiel eine besondere Bedeutung, denn die verschiedenfarbigen Edelsteine verstärken magische Kräfte, steigern die Angriffskraft oder haben eine starke Heilwirkung. Weitere Karfunkelsteine können bei Professor Bombe gekauft werden. Besonders mächtig sind Verschmelzungen zweier Exemplare, aus denen noch stärkere Objekte, wie der Kristall des Lebens oder das Schallwellen-Juwel, hervorgehen.

In den Levels treffen die Helden fiese Hasen, Pfeile abschießende Schlangen und Monster. Die sind jedoch nur die Vorspeise, denn zum Ende des Levels wartet immer ein schwieriger Bossgegner. Die Gegner verwandeln die Freunde in bewegungsunfähige Schneemänner oder machen sie so verrückt, dass sie in die falsche Richtung zu laufen beginnen. Auch die Fundsachen sind mit Vorsicht zu genießen. Mal harren in Truhen, Büschen und Fässern Schätze, mal aber auch Monster, Dornenreben oder Giftpilze.

Das lässt sich sehen

Screenshot des Spiels: Children of Mana

Die grafische Darstellung des Spieles ist hervorragend. Liebevoll detaillierte Figuren und farbenfrohe Umgebungen machen das Spiel zu einem knuddeligen Augenschmaus. Kleine Video-Zwischensequenzen steigern Spielvergnügen und Spannung, lediglich in den einzelnen Levels ähneln sich die Abschnitte sehr. Die Geschichte läuft auf dem oberen der beiden DS-Bildschirme ab, während unten das Menü oder die Weltkarte zu sehen sind. Gesteuert wird hauptsächlich über die Tasten, lediglich zur bequemeren Menüführung kann auch der Touchpen eingesetzt werden. Ein ganz großes Plus ist der Mehrspieler-Modus. Bis zu vier Freunde können sich gegenseitig in ihren Dörfern besuchen und gemeinsam Hindernisse von Wegen räumen, Spezialobjekte finden oder schwierige Gegner als Team besiegen. Voraussetzung ist allerdings, dass jeder Teilnehmer ein eigenes Spiel besitzt. Ein Spieler nimmt dabei die Rolle des Anführers und die anderen werden zu Mitgliedern. Sie müssen gut auf ihren Chef aufpassen, denn sind seine Lebenspunkte erschöpft, ist das Spiel vorbei.

Fazit: Hut ab!

Die Genre-Mischung aus Rollenspiel und Action bietet grafisch und musikalisch viele abwechslungsreiche Spielstunden. Durch die gemeinsame Erforschung der Spielewelt Manas birgt die Mehrspieler-Funktion eine der großen Hauptfreuden des DS-Games, denn die Spieler können sich frei umher bewegen. Es macht Sinn, gemeinsam zu kämpfen oder die Aufgaben aufzuteilen. Auch für Einzelspieler tritt das kämpferische und aktionsreiche Element stark in den Vordergrund. Sammler von Objekten kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten, doch tiefgründige Denker fühlen sich eher von der Grafik angesprochen. Fans haben ihre Freude daran!

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