Mittwoch, 23. Mai 2012

Spiel des Monats (November 2010)

Professor Layton und die verlorene Zukunft

Screenshot des Spiels: Professor Layton und die verlorene Zukunft
 
Spiel des Monats: 11.2010
 
Titel:
Professor Layton und die verlorene Zukunft
Erscheinungsjahr:
2010
Genre:
Quiz & Denkspiel  
 
System:
Nintendo DS 
Preis in Euro:
40,00
Verlag:
Nintendo
ISBN:
 
Alter:
8
USK Wertung:
Freigegeben ab 6 Jahren
 
Der Meisterdetektiv Professor Layton und sein junger Assistent Luke staunen nicht schlecht, als sie ein mysteriöser Brief erreicht, der aus der Zukunft kommt und um Hilfe bittet. Das bleibt allerdings nicht das einzige Rätsel. Nintendo sei Dank.

 
Spielspaß:
sehr gut
Bedienung:
sehr gut
Technische Qualität:
sehr gut
Gesamtbewertung:
sehr gut


Beschreibung

Screenshot des Spiels: Professor Layton und die verlorene Zukunft

Die größten Konsolenskeptiker wurden nicht von Prof. Kawashima, sondern von Professor Layton überzeugt. Die liebevoll inszenierten und in eine spannende Handlung eingefügten Rätsel fesseln Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Im besten Falle sogar gemeinsam.

Handlung

In diesem dritten Teil erreicht Layton und seinen Assistent Luke ein Brief aus der Zukunft. Erstaunlicherweise von Luke selbst. Schnell kann der Professor einen Zusammenhang zur kürzlich misslungenen Vorführung von Dr. Stolypins Zeitmaschine herstellen. Nach einer Explosion verschwand damals nicht nur der Wissenschaftler, sondern auch der  Premierminister.

Screenshot des Spiels: Professor Layton und die verlorene Zukunft

Die Spur führt zu einem merkwürdigen Uhrengeschäft. Als die Helden den Laden wieder verlassen, wirken die Stadt London und  die Bewohner irgendwie verändert. Alles deutet darauf hin, dass der Professor und sein Schüler durch ein Zeitportal zehn Jahre in die Zukunft gereist sein müssen. Doch weshalb reagieren die Menschen so ängstlich auf Laytons charakteristischen Zylinder? Wie kommt es, dass so viele Londoner völlig durchnässt und in extremer Eile durch die Stadt hasten? Wer sind die vielen dunklen Gestalten, die so schroff und unfreundlich sind?

Knobelaufgaben

Screenshot des Spiels: Professor Layton und die verlorene Zukunft

Neben der äußerst fesselnden Rahmengeschichte spielen natürlich wieder tolle Denksportaufgaben die Hauptrolle. Es gilt diesmal ganze 165 Rätsel aufzuspüren, die sich im Spielverlauf verstecken. Wer die Knobelaufgaben erfolgreich löst, verdient sich Pikarat-Punkte und treibt auch die
Handlung der Geschichte voran. Im Gegensatz zu den Vorgängertiteln sind diesmal mehr Schiebe- und Bilder-Rätsel zu den Aufgaben in Sachen Logik, Rechnen und Puzzlen hinzugekommen. Abwechslung gibt es genug. Mal müssen frei bewegliche Einzelteile gedreht und gespiegelt werden, damit sie in die vorgegebene Form einer Münzkanone hineinpassen.

Ein anderes Mal muss der Spieler sein ganzes logisches Denkvermögen bündeln, um anhand der treuherzigen Aussagen von vier Kindern den Lügner unter ihnen - und somit den Dieb des letzten Kuchenstücks - zu entlarven.

Besonders unterhaltsam sind die vielen Knobelnüsse, bei denen die Kopfanstrengungen mit tollen Animationen einhergehen. So müssen etwa fünf farbige Frösche auf genau dem Holzpfahl bewegt werden, der mit einer Schleife in ihrer Farbe geschmückt ist. Tippt der Spieler ein Fröschlein an, so hüpft er hübsch über einen Artgenossen zum nächsten freien Pfahl. Nett ist auch das Rutschbananenspiel, bei denen ein kleiner Mini-Layton mit dem Touchpen durch ein Labyrinth voller glitschiger Schalen schliddert.

Screenshot des Spiels: Professor Layton und die verlorene Zukunft

Damit auch weniger geübte Knobelfans nicht an den teilweise doch recht anspruchsvollen Rätseln verzweifeln, können wieder jeweils drei Tipps pro Aufgabe gekauft werden. Die Münzen hierzu verstecken sich in den hintersten Winkeln nahezu jeden Screens. Wer aber selbst nach drei Tipps die Lösung noch nicht gefunden hat, nutzt einfach das neue Supertipp-Feature. Positiv fällt auch die verbesserte Notiz-Funktion auf, bei der durch die Verwendung unterschiedlicher Farben Lösungswege oft noch erleichtert werden.

Fazit

Der neueste Teil der Layton-Knobelreihe beweist einmal mehr, was eine Unmenge an Liebe zum Detail und eine gut ausgedachte Geschichte ausmachen. Statt einer bloßen Aneinanderreihung von Rätselspielen - wie bei unzähligen Gehirn-Training-Games - ist auch das neueste Layton-Spiel ein fesselndes Denksportabenteuer, das der Spieler nur schwer aus der Hand legen kann. Dazu erfahren wir mehr über Layton, dessen tragischer Romanze und wie er zu seinem Zylinder kam. Hut ab!

Kurz: Ein perfekter Mix!

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