Spiel des Monats (Juni 2006)
The secrets of Da Vinci - Das verbotene Manuskript






Beschreibung

Wenige Jahre nach Da Vincis Tod im Jahr 1522 erhält Valdo einen Auftrag von einem ominösen Fremden. Er soll zum letzen Wohnsitz des Künstlers, dem Chateau du Clos Luce, reisen, um ein verschwundenes Manuskript von Leonardo wieder zu finden. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Valdo und macht sich auf den Weg. Die Absichten der anderen Beteiligten im Spiel bleiben ihm dabei zunächst verborgen - hier ist also Vorsicht angesagt.
Die vielen Aufgaben können auf verschiedene Weisen gelöst werden, und das beeinflusst den weiteren Spielablauf. Der ist außerdem abhängig von den Antworten des Spielers auf die Fragen, die ihm während des Spiels gestellt werden. Und schließlich muss er einiges an Können aufbringen, um all die Rätsel über die Erfindungen und Kunstwerke des Meisters lösen zu können.
Das Abenteuer beginnt

Im Schloss angekommen trifft Valdo auf Saturnin, der sich um Haus und Hof kümmert. Aber kann er ihm vertrauen? Sicherheitshalber erkundet er zunächst allein das Schloss. Von Anfang an sollte man tunlichst darauf achten, zu sammeln, was immer möglich ist. Denn fehlende Gegenstände können dem Spieler im späteren Spiel das Weiterkommen sehr schwer machen. Manchmal hilft dann nur noch der Weg zurück. Immer, wenn die Aufgaben eines Tages erfüllt sind, beginnt der nächste Tag, an dem Valdo in seinem Zimmer erwacht.
"Fensterln"

Wo könnte das Manuskript versteckt sein? Valdo denkt an das Naheliegende: die Gemächer von Leonardo. Hier wohnt inzwischen Madame de la Bourdaisierè (für Freunde: Babou), die neue Besitzerin. Als sie nicht zu Hause ist, nutzt Valdo die Gelegenheit und versucht, sich Zutritt zu verschaffen. Aber das ist gar nicht so einfach. Er muss entweder den Schlüssel finden oder er versucht es auf die weniger feine Art und steigt mithilfe der Leiter durch das Fenster ein. Dumm nur, dass die Sprosse zerbricht, denn jetzt sind erst einmal handwerkliche Fähigkeiten gefragt.
Freund oder Feind?

Sammeln, sammeln, sammeln - das sollte bei diesem Spiel nie vergessen werden. Außerdem ist Vorsicht und Misstrauen angesagt. Auf wen kann Valdo sich verlassen, auf Sarturnin oder auf Babou? Eine Fehlentscheidung kann unangenehme Folgen haben. Etwa, wenn er denjenigen, der ihm gut gesonnen ist, bestiehlt. Oder wenn er dem anderen zu sehr vertraut.
Mona Lisa ist auch dabei

Das Spiel ist gespickt mit kniffligen, interessanten und lehrreichen Rätseln. Dazu gehört etwa das venezianische Kabinett oder die Herstellung von Honig. Klar, dass auch Mona Lisa eine Rolle spielt. Und keine simple, denn der Spieler muss mit einem komplizierten Schiebepuzzle eine gelungene Fälschung anfertigen. Außerdem gilt bei diesem Spiel: Kleider machen Leute. Wenn Valdo beispielsweise Babou in allzu lässiger Kleidung gegenübertritt, wird er schlichtweg von ihr ignoriert.
Möglichst gedruckt

Zum Schluss ein Tipp: Man sollte sich möglichst bald daran machen, Papier und Tinte herzustellen, damit man die Schrifttafeln, die man findet, auch verwenden kann. Denn diese werden erst mit zwei Hilfsmitteln zu gut lesbaren Manuskripten: Nach einem Durchgang durch die Druckerpresse und einem "Blick" in den Spiegel. Erst danach kann man den Springbrunnen von da Vince nachbauen, Kanonenpulver mischen oder Gold herstellen.
Fazit
Ein kniffliges - aber dennoch ruhiges - Adventure mit hohem Knobelanteil und einem gewissen Lernfaktor. Wer die nötige Geduld und den Ehrgeiz aufbringt, sich auf längere Spielphasen und komplizierte Aufgaben einzulassen, ist mit diesem Spiel gut bedient. Die realitätsgetreue Darstellung der Szenen und Charaktere und die unaufdringliche Musik tun ein Übriges.










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