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Fernsehen und Filme aus der Wolke
Gehört "Video on demand" und "IP-TV" die Zukunft?
(21.09.2010)

Fernsehen kam bislang entweder per Antenne, Kabel oder Satellit ins Haus, Filme kamen aus der Videothek. Doch das ändert sich allmählich. Für Fernsehen gibt es mittlerweile einen vierten Verbreitungsweg, der immer populärer wird: Online.
Moderne Datennetze sind heute schnell genug, zumindest in Großstädten und Ballungsgebieten, um Fernsehprogramme und Kinofilme über die Datenleitung nach Hause liefern zu können - und das sogar in HD-Qualität.
Vorreiter war hierzulande die Telekom mit seinem Paket "Entertain". Rund 1,3 Millionen Kunden nutzen diese Möglichkeit bereits in Deutschland. Sie lassen sich per DSL-Leitung mit Fernsehbildern und Filmen versorgen. Die Konkurrenz ist mittlerweile groß: Seit einigen Tagen mischt Vodafone ebenso als Anbieter mit wie Apple und viele andere. Apple hat gerade erst sein "Apple-TV" aufpoliert, eine Settop-Box, die auf Serien und Filme bei iTunes zurückgreift. Apple will stärker im Geschäft mit Fernsehserien und Kinofilmen mitmischen.
Mit Maxdome, Alice und 1&1 sowie einigen anderen gibt es diverse alternative Anbieter, die ebenfalls per Datenleitung Fernsehserien und Filme nach Hause liefern. Das Angebot ist also groß, zumindest für "Video on demand", dem Filmabruf per Mausklick. Dabei werden bestellte Folgen von Fernsehserien oder Filme per Datenleitung geliefert, auf einer Settop-Box gespeichert - und dann auf dem Fernseher angezeigt. Niemand muss sich also vor den PC setzen, um Fernsehen oder Filme aus dem Internet anzuschauen.
Eine Settop-Box ist die Bedingung. Die liefern aber alle Anbieter, teilweise kostenlos, teilweise gegen Gebühr. In der Regel kann man online ausgeliehene Filme 24 Stunden lang anschauen. Anbieter wie Apple iTunes bieten aber auch den Download von Filmen an, dann kann man die Filme beliebig oft und lange anschauen. Einzelne Folgen einer Serie bekommt man meistens für unter einen Euro zu sehen, Kinofilme schlagen mit zwei bis fünf Euro zu Buche.
Experten sind sich einig: "Video on Demand" und "IP-TV" gehört die Zukunft. Fernsehen wird in Zukunft ganz selbstverständlich aus dem Netz kommen - live und auf Abruf.
(Ein Beitrag von Jörg Schieb)
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