Internet-ABC in der Schule
Sich Wissen aneignen mit Pinguin Eddie
Mit Pinguin Eddie legen die Kinder die ersten Grundlagen für das Arbeiten mit dem Internet. Wichtige Begrifflichkeiten aus der Computer- und Internetwelt werden erklärt. Wie lassen sich diese Begriffe im Unterricht aufgreifen? Einige Anregungen dazu:
Wissensmemory - Begriffe und ihre Definitionen

Die Kinder können ein eigenes Memory basteln. Dazu nehmen sie dickes Kartonpapier in der Größe von 60x60 cm, teilen dieses in Quadrate mit jeweils 10cm Kantenlänge, so dass insgesamt 36 Felder entstehen. Diese werden ausgeschnitten und in zwei gleich große Haufen aufgeteilt. Dann werden 18 Begriffe aus dem "Lexikon" ausgewählt. Eine Gruppe von Kindern schreibt nur die Begriffe auf, die andere Gruppe die Definitionen. Dann werden alle Karten verdeckt, gut gemischt und das Memoryspiel kann beginnen!
Wissensquiz - Wörter erraten und erklären
Das Prinzip von Quizsendungen, in denen Wörter oder Sprüche geraten werden müssen, bei denen einige Buchstaben fehlen, kann mit den Begriffen des Wörterbuchs kombiniert werden. Genau das Gleiche wird nun mit den Begriffen des Lexikons gemacht. Dazu braucht man viele Karten mit allen Buchstaben, wobei die häufigsten Buchstaben öfter vertreten sein sollten. Mit selbst gebastelten Wertchips kann man sich Buchstaben kaufen. Mit einer Farbe kauft man Konsonanten, mit der anderen Vokale. Jedes Kind bekommt eine bestimmte Anzahl solcher Chips.
Ein Kind spielt den Quizmaster, alternativ können auch Sie als Lehrkraft diese Rolle übernehmen. Es wählt versteckt ein Wort aus dem Internet-ABC-Glossar aus, lässt einige Buchstaben aus und stellt die Buchstabenkarten auf die Kreideablage der Tafel. Die Buchstabenlücken müssen gut sichtbar sein. Dann werden vier Kinder gewählt, die gegeneinander spielen. Jedes Kind darf mit seinen Chips Buchstaben kaufen, um den Begriff zu erraten. Hat man falsch geraten, kommt das nächste Kind dran. Aber nicht nur das Erraten des richtigen Wortes führt zum Gewinn des Spieles, sondern auch die korrekte Erklärung des Begriffs. Ob dies richtig gemacht wurde, darüber entscheidet der Quizmaster.
Suchmaschinen im Test
Auch in der Rubrik "Wissen, wie's geht" lassen sich viele Anregungen zum Arbeiten im Unterricht finden. Pinguin Eddie gibt den Kindern auch eine Einführung in das Thema Suchmaschinen. Im Unterricht lässt sich das Gelernte praktisch anwenden und auf die Probe stellen. Welche Suchmaschine ist am besten? In manchen Computerzeitschriften finden sich hin und wieder Tests dazu. Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler selbst Tester spielen.
Ein solcher Suchmaschinentest eignet sich vornehmlich für ältere Kinder. Wählen Sie einen für die Kinder beliebten Begriff - dies kann etwa ein Pop-Star sein oder 'Taschengeld', da wollen die Kinder bestimmt gerne wissen, wie viel ihnen zusteht. Dann bilden Sie kleine Gruppen von jeweils zwei bis drei Schülerinnen und Schülern. Jede Gruppe sucht in einer Suchmaschine nach den gewählten Begriffen. Als Aufgabe wird gestellt, die Anzahl der Treffer aufzuschreiben und den ersten zehn Verweisen nachzugehen und ihre Inhalte zu untersuchen. Jede Gruppe berichtet dann in der Klasse von ihren Ergebnissen, die miteinander verglichen werden.
Diskutieren Sie zum Beispiel, wo die Möglichkeiten und Grenzen von Suchmaschinen liegen. Aber Vorsicht! Grundschülerinnen und -schüler sollten nur Kindersuchmaschinen testen. Eine Linkliste finden Sie am Ende des Lernmoduls "Suchmaschinen". Wenn Sie mit älteren Schülerinnen und Schülern testen, probieren Sie unbedingt selbst vorher möglichst zeitnah die ausgewählten Begriffe in den einzelnen Suchmaschinen. Denn es kann leicht passieren, dass in den Trefferlisten Seiten mit problematischem Inhalt aufgelistet werden. Sie können dies auch zum Anlass nehmen, über den Umgang mit solchen Seiten zu sprechen.
Rätsel mit Hilfe von Kinder-Suchmaschinen lösen
Bei "Wer weiß wo?" werden alle vor eine große Herausforderung gestellt: Wie gut beherrschen wir die Suchmaschinen? Treten Sie gegen Ihre Schülerinnen und Schüler in einen Wettbewerb: Wer beantwortet am schnellsten die dort aufgeführten Fragen richtig? Aber lassen Sie es nicht einfach bei der Kür der Sieger bewenden. Nutzen Sie die Ergebnisse und die unterschiedlichen Zeiten dafür, über die verschiedenen Vorgehensweisen der Recherche zu sprechen. Vergleichen Sie die Antworten und analysieren Sie die falschen. Warum wurde man auf eine falsche Fährte gelockt oder warum hat man zu einer Frage keine richtige Antwort gefunden? Lag es daran, dass man in das Suchfeld der Suchmaschine nicht die richtige Frage oder die passenden Stichwörter eingegeben hat? Nehmen Sie das Quiz zum Anlass, mit Ihren Schülerinnen und Schülern über die Arbeitsweisen und Ergebnisse von Suchmaschinen zu sprechen.
Als Suchmaschine bietet sich hier v.a. die Blinde Kuh an:
Über problematische Seiten sprechen
Gespräche über problematische Seiten mit den Kindern führen - wie macht man das eigentlich? Sicher hängt das allgemein vom Alter der Kinder ab. Und ganz wichtig ist bei diesem Thema, zum einen die Schulleitung darüber zu informieren, zum anderen aber auch mit den Eltern zu sprechen, ob sie damit einverstanden sind und wie sie das Gespräch von zu Hause aus unterstützen können. Dies alles sind wichtige Vorsichtsmaßnahmen, um Sie als Lehrperson zu schützen. Denn falls Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern zum Beispiel darüber sprechen müssen, dass es pornografische Seiten im Internet gibt, sollten die Eltern über eine mögliche Thematisierung informiert sein, damit sich niemand anschließend bei Ihnen beschwert.
Bei Grundschulkindern erscheint es generell angemessener, sie nur Websites besuchen zu lassen, die Sie ausgewählt und zuvor auf ihren Inhalt überprüft haben. Ein Klassengespräch mit Kindern dieses Alters sollte zuerst an deren Erfahrungen anknüpfen. Hierzu sind Fragen leitend wie "Seid ihr im Internet schon einmal auf Seiten gestoßen, die bei euch unangenehme Gefühle, Ekel, Angst oder Erschrockenheit hervorgerufen haben?", "Was war auf diesen Seiten?" und "Was habt ihr dann gemacht?".
Bei solchen Fragen sollte man aber aufpassen, um nicht Gefühle wieder hervorzurufen, die eigentlich schon vergessen waren. Seiten mit Gewaltdarstellungen und pornografischen Inhalten werden gerade jüngere Kinder stark irritieren oder verängstigen. Rechtsradikale Seiten werden aufgrund ihres Wissens überhaupt nur ältere Kinder einschätzen können. Diese sollten zum Gesprächsanlass mit Kindern beginnend mit der 5. Klasse genommen werden.









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